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ADHS Lexikon

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A:

 

ADHS

 

ADHS heisst Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung. Die Diagnose wird meist im Kindesalter als Kombination von Aufmerksamkeitsdefizit, übermässiger Impulsivität und extremer Unruhe gestellt. Dabei werden drei Gruppen unterschieden:

  • der vorwiegend hyperaktive-impulsive Zappelphilipp,
  • die aufmerksamkeitsgestörte „Träumsuse“,
  • der Misch-Typ: aufmerksamkeitsgestört und hyperaktiv.

ADHS führt zu verminderten Leistungen in Schule und Beruf, zu Störungen der Wahrnehmung und in den sozialen Bezugssystemen.

 

 

ADS

Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, früher in Deutschland übliche Bezeichnung für ADHS. Das impulsive Verhalten, die überzogene Reaktion der Kinder und Jugendlichen, wird oft als Aggression verkannt. Aggressives Verhalten kann sich aber aus den ständigen Frustrationen entwickeln. Kinder mit ADHS spüren, dass sie mit den Leistungen anderer Kinder nicht mithalten können, sie werden selten gelobt, aber oft kritisiert.

 

Affektlabilität

Schneller Stimmungswechsel

 

Antidepressiva

Medikamente zur Behandlung von Depressionen, die auf das Neurotransmittersystem des Gehirns wirken. Diese Medikamente wirken auch bei ADHS und Angststörungen.

  

Appetitmangel

Appetitmangel ist eine häufige, aber harmlose Nebenwirkung von Stimulanzien. Durch Einnahmezeiten zu oder nach den Mahlzeiten kann diese Nebenwirkung reduziert oder beseitigt werden.

 

Aufmerksamkeitsdefizit

Aufmerksamkeitsstörungen sind ein wesentliches Symptom bei ADHS. Schon im Kleinkindalter fällt manchmal die geringe Ausdauer beim Spiel auf. In der Schule können Arbeiten, die eine längere Zeit erfordern, durch die geringe Aufmerksamkeitsspanne nicht oder nur schlecht durchgeführt werden.

 

Auslassversuch

Erst nach mehrmonatiger Behandlung kann der Versuch sinnvoll sein, das Medikament eine gewisse Zeit, z.B. in den Ferien abzusetzen, um einen möglichen Verzicht auf das Medikament zu testen.

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B:

 

Begleitkrankheiten

Neben der ADHS werden oft komorbide Störungen (Begleitkrankheiten) erkannt, z.B. Störungen des Sozialverhaltens, aggressive Verhaltensstörungen, depressive Tendenzen, Angst- und Zwangsstörungen, Lernschwierigkeiten, Teilleistungs-schwächen, Sprach- und Sprechstörungen oder Tics.

 

Berufe

Grundsätzlich stehen alle Berufe offen, für die sich die Jugendlichen interessieren und für den sie den schulischen Abschluss haben. Es hat sich gezeigt, dass handwerkliche, soziale und kreative Berufe oder eine Tätigkeit im Verkauf oder Außendienst günstig sind. Weniger geeignet sind z.B. Verwaltungsberufe.

 

Betäubungsmittel

Einige Medikamente gegen ADHS gelten als Betäubungsmittel und unterliegen besonderen Vorschriften. Für die Mitnahme von Betäubungsmittel ins Ausland, z.B. im Urlaub, benötigt man eine besondere Bescheinigung, die vom Arzt ausgestellt wird.

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D:

 

Diagnose

Für die Diagnose haben die Arbeitsgemeinschaft ADHS der Kinder- und Jugendärzte und die Kinder- und Jugendpsychiater Leitlinien erstellt. Um sich ein genaues Bild über die betroffenen Kinder zu machen, werden Eltern, Lehrer und Erzieher befragt. Das Kind selbst wird körperlich untersucht und die Intelligenz, Aufmerksamkeit und Ausdauer getestet. Ebenso müssen andere Erkrankungen ausgeschlossen werden. Erschwerend sind eine Fülle von Begleitkrankheiten.

 

Dopamin

Dopamin ist ein Neurotransmitter, ein Botenstoff im Hirnstoffwechsel, der Reize und Impulse zwischen Nervenzellen überträgt. Bei Kindern mit ADHS ist der Dopaminstoffwechsel im Gehirn gestört, weil nicht genügend Dopamin zur Verfügung steht. Damit stören ständig neue Reize und Impulse die Aufmerksamkeit und Konzentration. Methylphenidat bewirkt, dass mehr Dopamin zur Verfügung steht und verbessert somit die Stoffwechselsituation, ähnlich wie z.B. das Insulin einem zuckerkranken Patienten hilft.

 

Drogen

Untersuchungen haben deutlich gemacht, dass Jugendliche mit ADHS häufig Alkohol- und Drogen- Probleme haben. Bei Erwachsenen besteht diese auffällige Tendenz auch zur Kriminalität. Eine Behandlung mit Methylphenidat im Rahmen der Multimodalen Therapie bietet einen Schutz vor diesem Suchtrisiko.

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E:

 

Eltern

Der genetische Faktor, die Vererbung, ist eine wesentliche Ursache der ADHS. Für die Diagnose sind die Schilderungen der Eltern über das Verhalten des Kindes ein unverzichtbarer Bestandteil. Im Rahmen der Behandlung des Kindes müssen auch die Eltern eingehend beraten werden. Denn durch unzureichende Erziehungsmethoden können Symptome der ADHS bei dem Kind verstärkt werden, durch z.B. geringe Zuwendung, fehlende Regeln und Inkonsequenz.

 

Epilepsie

Epileptische Anfälle sind eine mögliche Nebenwirkung bei Stimulanzien, wenn schon vorher eine Anfallsbereitschaft besteht. Bei Kindern mit Epilepsie und ADHS wurden aber trotz Stimulanzien-Therapie keine häufigeren Anfälle beobachtet.

 

Ergotherapie

Die Ergotherapie kann bei Kindergarten- und Vorschulkindern mit ADHS eine ergänzende Maßnahme sein. Damit kann das Selbstvertrauen gestärkt und das gestörte Sozialverhalten verbessert werden. Auch Störungen der Fein- und Grobmotorik, die sich durch z.B. schlechte Schrift oder unkontrollierte Bewegungen zeigen, können gezielt behandelt werden.

 

Ernährungstherapie

Nahrungsmittel oder bestimmte Zusätze sind keine Ursache der ADHS. Bei der Behandlung kann jedoch eine Diät mit Nahrungsmitteln, die selten eine Allergie auslösen, hilfreich sein.

 

Erwachsene

ADHS ist nicht heilbar. Deshalb bestehen die Symptome mit mehr oder weniger starker Ausprägung oder in veränderter Form bei vielen Betroffenen auch noch im Erwachsenenalter. Sie sind vergesslich, können Aufgaben nicht planen oder durchführen, berufliche und soziale Bindungen sind oft gestört, sie leiden unter Ängsten und Depressionen. Auffällig ist die Neigung zu Alkohol, Drogen und Kriminalität. Unter fortgesetzter Multimodaler Therapie kommen jedoch die meisten Erwachsenen mit ihrem Leben zurecht und können es ihren Fähigkeiten entsprechend führen.

 

Erziehungsregeln

Klare, einfache Regeln erleichtern den Umgang mit dem Kind: Disziplin und Konsequenz, Lob für Erfolge, kleine Strafen, wenn die Regeln missachtet wurden. Eltern sollten nicht versuchen perfekt zu sein und auch etwas für sich selbst tun. Ein spezielles Elterntraining kann hierbei hilfreich sein.

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F:

 

Familie

Neben den Auswirkungen auf das Kind, treten bei ADHS auch immer Probleme in der Familie auf. Dennoch ist die Familie der bedeutendste Ort des grundlegenden Lernens.
Daher sind besonders Eltern und Geschwister gefordert.


Frühstück

ADHS- Kinder profitieren von einem geregelten Tagesablauf mit regelmäßigen Mahlzeiten: deshalb schon morgens auf das Frühstück achten.
Vor allem für Kinder, die Methylphenidat retard einnehmen, muss Frühstück sein.
Die Medikamenten-Einnahme sollte nicht auf leeren Magen, sondern erst nach dem Frühstück erfolgen.

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G:

 

Genetischer Einfluss

Hierbei handelt es sich um den Einfluss erblicher Faktoren, die bei einer Erkrankung oder Störung entstehen oder ausgeprägt werden können.

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H:

 

Häufigkeit

Bei Jungen überwiegt die Hyperaktivität, bei Mädchen das Aufmerksamkeitsdefizit. Die Diagnose ADHS wird heute öfter gestellt, weil inzwischen das Krankheitsbild besser bekannt ist.


Hirnstoffwechsel

siehe: Dopamin


Hyperaktivität

Übersteigerter Bewegungsdrang, ständige Unruhe, ein häufiges Symptom bei ADHS, oft als Zappelphilipp bezeichnet.


Hyperkinetisches Syndrom

Frühere Bezeichnung für ADHS.

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I:

 

Impulsivität

Spontane, plötzliche Handlungen der Betroffenen, ohne zu überlegen und die Folgen zu bedenken, ein Kern-Symptom der ADHS.


Intelligenz

ADHS und Intelligenz sind unabhängig voneinander, Personen mit Minderbegabung sowie Hochbegabte können betroffen sein. ADHS-Patienten können aber oft nicht alle ihre Fähigkeiten ausschöpfen und erzielen daher nicht die ihnen in Schule und Beruf eigentlich möglichen Leistungen.

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J:

 

Jugendliche

ADHS ist nicht auf das Kindesalter beschränkt, es ändert sich jedoch (oft in der Pubertät) das Erscheinungsbild. Jugendliche, die nicht behandelt werden, haben oft eine "Null-Bock"-Mentalität, sie verweigern die Leistung, die Befolgung von Anordnungen, neigen zu Wutausbrüchen und Beschimpfungen. Sie haben oft Alkohol- oder Drogen-Probleme und haben häufiger Verkehrsunfälle.

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K:

 

Kinder- und Jugendärzte

Kinder - und Jugendärzte sind häufig die erste Anlaufstelle für Eltern mit betroffenen Kindern. Die Diagnose und Behandlung der ADHS sollte nur von spezialisierten Kinder- und Jugendärzten oder Kinder- und Jugendpsychiatern durchgeführt werden. Sie sind für die Diagnose zuerst auf die Beschreibung des Verhaltens durch die Eltern, aber auch der Lehrer und Betreuer angewiesen.

 

 

 

Kinder- und Jugendpsychiater

Kinder- und Jugendpsychiater sind Spezialisten für psychische Erkrankungen bei Kindern.

Kindesalter

Schon im Kleinkindalter bzw. im Kindergarten können ständige Unruhe, häufige Handlungswechsel und geringe Ausdauer Hinweise für das Vorliegen der ADHS geben. In der Schule fallen die Symptome oft besonders auf. Die Betroffenen akzeptieren keine Regeln, stören den Unterricht, sie zeigen Lern- und Leistungsschwächen.


Komorbidität

Begleitkrankheiten


Kriminalität

Neben erhöhtem Alkohol- und Drogen-Konsum ist bei Menschen mit ADHS, die nicht mit Stimulanzien behandelt werden, auch eine überdurchschnittliche Kriminalitätsrate festzustellen.

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L:

 

Lehrer

Lehrer können entscheidende Hinweise auf ADHS geben, weil die Verhaltensauffälligkeiten der Kinder bei der notwendigen Disziplin in der Schule sehr schnell sichtbar werden. Lehrer müssen über ADHS informiert und aufgeklärt sein, sie können durch ihre Beobachtungen, auch über die Wirksamkeit der Therapie, wichtige Hinweise liefern.



Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS)

Als Teilleistungsstörung treten bei Kindern mit ADHS oft auch Lese- und Rechtschreibschwächen oder Rechenschwächen auf, die meist in der Schule festgestellt werden.

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M:

 

Medikamente

Nach den Leitlinien werden Stimulanzien bei ADHS bevorzugt eingesetzt, wobei Methylphenidat aufgrund der internationalen Erfahrung Mittel der ersten Wahl ist.

Methylphenidat

Methylphenidat ist eine seit Jahrzehnten bewährte Substanz zur Behandlung der ADHS. Sie reguliert die Reizübertragung im Hirn und sorgt dafür, dass die Aufmerksamkeit nicht ständig auf neue Reize gelenkt wird. Methylphendiat verbessert die Fähigkeit zur Selbstkontrolle und zur Steuerung der Gefühle. Eine gute medikamentöse Einstellung kann im Rahmen der Multimodalen Therapie die Symptome vermindern oder verschwinden lassen. Ob im einzelnen Fall kurz wirksame Präparate (3-4 Stunden) oder Retard-Versionen ( 6-8 Stunden) eingesetzt werden, muss individuell entschieden werden. 


Multimodale Therapie

Viele internationale Studien haben gezeigt, dass die Multimodale Therapie mit Beratung der Eltern und Lehrer, Elternbetreuung, Verhaltenstherapie und Methylphenidat die besten Erfolge hat.

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N:

 

Nebenwirkungen

Als Nebenwirkungen von Methylphenidat werden vor allem Appetitmangel und Schlafstörungen genannt, die durch geänderte Dosierungen vermindert oder beseitigt werden können. Tics können durch Stimulanzien ausgelöst oder bestehende Tics verschlechtert werden. Meist verschwinden sie jedoch nach 4 bis 6 Wochen.


Neurotransmitter

Neurotransmitter übertragen Reize und Impulse über die Synapse, die Kontaktstelle zwischen zwei Nervenzellen. Bei ADHS ist der Stoffwechsel von Dopamin, einem wichtigen Neurotransmitter, gestört.

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O:

 

Organisation

Viele Kinder mit ADHS können keine Ordnung behalten.
Der Grund hierfür liegt jedoch nicht in ihrem „Chaotencharakter“, sondern ist Teil der neurobiologischen Störung, unter welcher sie leiden. Daher brauchen ADHS-Betroffene Organisationshilfen. Wie z.B. ein klares Regelwerk, praktische Hilfestellungen, ein konsequentes Einfordern und Kontrolle.

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P:

 

Parkinson

Manchmal wird in der Presse vor Parkinson als Spätfolge einer Behandlung mit Methylphenidat gewarnt. Trotz jahrzehntelanger Anwendung von Methylphenidat ist aber bisher kein einziger Fall von Parkinson festgestellt worden.


Psychostimulanzien

siehe: Stimulanzien


Pubertät

In der Pubertät vermindert sich bei manchen Betroffenen die überschiessende Motorik mit den unkontrollierten Bewegungsabläufen, sie lernen mit den Beeinträchtigungen umzugehen bzw. Problemfelder zu vermeiden. In dieser schwierigen Lebensphase sollte eine Behandlung jedoch nicht vorschnell abgebrochen werden. Auch bei Erwachsenen bestehen die Probleme mit verminderten oder veränderten Symptomen oft weiter.

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R:

 

Rechenschwäche

Eine Rechenschwäche wird bei Kindern mit ADHS oft in der Schule festgestellt, manchmal kombiniert mit einer Lese- und Rechtschreibschwäche.


Retard

Die Wirkung von Methylphenidat beginnt nach etwa 3o Minuten und hält ca. 4 Stunden an, dann ist eine neue Einnahme erforderlich. Die Retard-Tablette, die den Wirkstoff in zwei Stufen freigibt, wirkt etwa 8 Stunden, bei morgendlicher Einnahme also bis ca. 16.00 Uhr. Andere Retard-Präparate haben eine 3-stufige Freigabe, bei denen die Wirkung erst nach 12 Stunden, also abends nachlässt. Damit können Schlafstörungen und Appetitmangel nicht ausgeschlossen werden.

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S:

 

Schlafstörungen

Bestehen Einschlafstörungen schon vor der Behandlung mit Stimulanzien, können sie durch die medikamentöse Therapie gebessert werden. Treten sie mit der Medikation auf, kann eine Änderung der Dosis am Nachmittag oder Abend helfen.


Schule

Durch die Leistungsanforderungen in der Schule wird ADHS bei den Kindern oft erst dort erkannt. Die Kinder haben nur eine geringe Ausdauer, sie sind leicht abzulenken und stören oft den Unterricht. Lern- und Leistungsschwächen werden deutlich, eine Lese-Rechtschreibschwäche und/oder Rechenschwäche fällt auf.


Selbsthilfegruppe

Für Eltern und Betroffene sind Selbsthilfegruppen eine große Hilfe, weil sie dort frei über ihre Probleme reden und Informationen austauschen können.


Selbstwertgefühl

Eine rechtzeitige Gabe von Methylphenidat im Rahmen der Multimodalen Therapie hilft den Kindern bzw. Jugendlichen, dass sie von anderen Menschen akzeptiert werden. Die Therapie fördert die soziale Integration und bessert das Selbstwertgefühl. Mit Methylphenidat behandelte Kinder nehmen später seltener Drogen und die Gefahr der Kriminalität wird geringer.


Sozialverhalten

Mit der Multimodalen Therapie kann das Kind sein Potenzial nutzen, es wird akzeptiert und integriert. Damit steigt auch das gestörte Selbstwertgefühl.


Stimulanzien

Der Begriff Stimulanzien bezieht sich auf die Wirkung der Substanzgruppe bei Menschen ohne ADHS, sie wirken dort anregend und stimulierend. Bei Menschen mit ADHS verbessern sie die Fähigkeit zur Selbstkontrolle. Stimulanzien beeinflussen die Botenstoffe im Hirnstoffwechsel, vor allem Dopamin. Stimulanzien sind heute die Medikamente der Wahl bei der Therapie der ADHS. An erster Stelle steht die Substanz Methylphenidat.

Sucht

Die jahrzehntelange Anwendung von Methylphenidat hat keine Hinweise auf Abhängigkeiten gezeigt. Bei unbehandelten ADHS-Patienten besteht eine verstärkte Neigung zu Suchtverhalten und Kriminalität. Viele Studien haben gezeigt, dass Methylphenidat diese Risiken deutlich vermindert.

 


Symptome

Leitsymptome der ADHS sind Aufmerksamkeitsdefizit, Hyperaktivität und Impulsivität. Zusätzliche Symptome können Störungen der Wahrnehmung und der Motorik, schlechte Schrift, Lese- und Rechtschreibschwäche oder Rechenschwäche sein. ADHS ist häufig mit Begleitkrankheiten verbunden. Die Symptome und deren Ausprägung im Kindesalter ändern sich oft bei Jugendlichen und Erwachsenen.

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T:

 

Teilleistungsstörungen

Kinder mit ADHS haben oft zusätzliche Störungen der Wahrnehmung und der Motorik. Schwerwiegend sind eine Lese-Rechtschreibschwäche und/ oder Rechenschwäche.


Therapie

siehe: Multimodale Therapie


Tics

Unwillkürliche Muskelzuckungen sind manchmal eine Begleitkrankheit bei ADHS und können durch Stimulanzien verstärkt oder ausgelöst werden. Oft verschwinden die Tics nach einigen Wochen der Therapie.


Titration

Die individuelle Einstellung auf die richtige Dosierung des Medikamentes wird Titration genannt. Die Therapie sollte mit einer niedrigen Dosis begonnen und in kleinen Stufen bis zum Erreichen einer verträglichen und genügend wirksamen Dosis gesteigert werden. Dabei gilt der Grundsatz, die Dosis so klein wie möglich zu halten. Deshalb sind für die Einstellung Präparate ohne Retard-Wirkung besser geeignet.


Träumerchen

Das Träumerchen hat eine ADS, d.h. eine ADHS ohne Hyperaktivität.
Es ist häufig weiblich und zeichnet sich im Vorschulalter besonders dadurch aus, dass es immer wieder die gleichen Kassetten oder Geschichten hören will.
Wird das Träumerchen im Unterricht aufgerufen, erscheint es oft so, als käme es gerade von einem anderen Stern.

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U:

 

Unaufmerksamkeit

siehe: Aufmerksamkeitsdefizit

 


Urlaub

Wenn die Betäubungsmittel-Medikamente, die das Kind einnimmt, während des Urlaubs mit ins Ausland genommen werden sollen, stellt der Arzt hierfür eine besondere Bescheinigung aus, damit es bei eventuellen Kontrollen an der Grenze keine Probleme gibt.

 

Ursachen

Bei ADHS ist die wesentliche Ursache (häufig durch Vererbung) eine fehlerhafte Informationsverarbeitung im Gehirn durch Störungen im Hirnstoffwechsel. Es kommen dauernd neue Informationen und Impulse durch, die zu einem Aufmerksamkeitsdefizit führen, den Aufbau von Motivation, den Ausgleich von Affekten und den Zugriff auf vorhandene Fähigkeiten stören.

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V:

 

Vererbung

Genetische Faktoren spielen bei der Ursache der ADHS eine wesentliche Rolle. Familienuntersuchungen haben gezeigt, dass bei Kindern mit ADHS ein Elternteil sehr häufig im Kindesalter ebenfalls unter diesen Symptomen gelitten hat oder heute noch als Erwachsener unter (veränderten) Symptomen leidet.


Verhaltenstherapie

Verhaltenstherapie ist ein psychotherapeutisches Verfahren, das oft im Rahmen der Multimodalen Therapie bei ADHS eingesetzt wird. Dabei sollen störende Verhaltensweisen abgebaut und Strategien zur Bekämpfung der Symptome erlernt werden.

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Z:

 

Zappelphilipp

ADHS ist keine „moderne Zivilisationskrankheit“. Der „Zappelphilipp“ wurde schon im
Struwwelpeter von Heinrich Hoffmann, einem Nervenarzt, 1848 beschrieben.

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